Die Sedus Historie

Die lange und äußerst erfolgreiche Unternehmenshistorie von Sedus begann vor über 150 Jahren, als 1871 Albert Stoll I. gemeinsam mit seinem Kompagnon Max Klock in Waldshut die Stuhlfabrik „Stoll & Klock“ gründete. 30-40 Mitarbeiter stellten damals Stühle aus gebogenem Buchenholz her. Der Standort war dafür ideal. Waldshut war infrastrukturell bereits an das Eisenbahnnetz angeschlossen, das Holz als Rohstoff regional verfügbar und in der ländlichen Gegend standen so wenig Arbeitsplätze zur Verfügung, dass das Unternehmen einfach günstige Arbeitskräfte gewinnen konnte.

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1879 schied Max Klock bereits aus dem Unternehmen aus. Aus „Stoll & Klock“ wird „Albert Stoll“. Als Albert Stoll 1896 noch recht jung stirbt, führt seine Ehefrau Bertha das Unternehmen erfolgreich fort. Alberts Sohn Albert II. studiert nach seinem Abitur Maschinenbau. Entscheidend ist der vorübergehende Wechsel von ihm in die USA. Hier hat Albert II. die Möglichkeit in Deutschland noch unbekannte Spezialmaschinen zu kaufen, welche die Produktionsumstellung von zeitintensiver Holzbiegearbeit bei den Stühlen auf kostengünstigere Sprossenstühle ohne gebogenes Holz ermöglichte. Der „Rekord“ der erste Sprossenstuhl von Albert Stoll kann so entwickelt und erfolgreich am Markt platziert werden.
Der Unterschied zwischen den Stuhlmodellen ist technisch, wie optisch gravierend.

Über die bedeutende Produktionsumstellung von gebogenem Holz auf Sprossenhölzer hinaus unternahm Albert Stoll II. einen zweiten erheblichen Schritt mit der Entwicklung des „Federdreh“, des ersten europäischen Drehstuhls mit einer drehbaren Säulenfederung.
Wenige Jahre nach der Einführung des „Federdreh“ erhalten die Stoll Stühle drehbare Rollen, was den Arbeitskomfort nochmals erheblich verbessert.

Als Albert II. 1937 jung und unerwartet stirbt übernehmen drei seiner Söhne die Unternehmensführung des inzwischen aus die Standorte Waldshut und Koblenz gewachsenen Unternehmens und führen dies bis in die 50er Jahre fort. Mit Christoph Stoll wiederum folgt ein Unternehmer nach, der ab den 50er Jahren das Unternehmen innovativ in die Zukunft leitet. So führt er z.B. bereits 1953 die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmensergebnis ein und das Unternehmen wird nach der Aufteilung in zwei Unternehmen an den heutigen Sitz in Dogern verlegt.
Um den neuesten ergonomischen und arbeitsmedizinischen Erkenntnissen zu entsprechen, wird 1970 eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung ausgegründet und erste Designer werden engagiert.
1973 entwickelt Stoll die Similarmechanik in seinen Bürodrehstühlen, welche einen permanenten Kontakt zur Rückenlehne und damit ein ergonomisch-dynamisches Sitzen ermöglicht. Auf den Nachfolgern dieser Mechaniken basieren noch heute viele Bürostühle.

Insgesamt war Christof Stoll so weitsichtig und innovativ unternehmensführend, dass er 1986 als Unternehmer das Bundesverdienstkreuz erhält und in der weiteren Folge vom „WWF“ (World Wide Fund For Nature) und der Zeitschrift „Capital“ zum Ökomanager des Jahres gewählt wird.

1994 erfolgt die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 und 1995 die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und die Umfirmierung in die heutige Sedus Stoll AG. Zugleich wurde als erster Möbelhersteller Deutschlands das Öko-Audit nach EU Norm erfolgreich absolviert.
Seit 1996 gewinnt Sedus bei internationalen Designwettbewerben diverse Auszeichnungen wie z.B. den Red Dot Design Award oder den iF Product Design Award.

1999 beteiligt sich Sedus mehrheitlich an der Klöber GmbH in Überlingen und schließt sich 2002 mit der Gesika Büromöbelwerk GmbH aus Geseke zusammen, um mit den dort gefertigten Objektmöbeln zum Komplettanbieter ganzheitlicher Büroeinrichtungen zu werden.

Ab 2000 erkennt Sedus, dass nicht reines Arbeiten wirklich zielführend ist, sondern das Wohlbefinden von Menschen im Büro ganz erheblich die Unternehmensproduktivität steigert. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt Sedus mit dem „open up:“ den ersten Drehstuhl mit einem Öffnungswinkel von über 40 Grad, der Powernappings, den kurzen effektiven Schlaf im Büro, ermöglicht. Insgesamt orientiert sich Sedus mit der Entwicklung ganzheitlicher Einrichtungskonzept mehr an den Bedürfnissen der Menschen und beeinflusst mit diesem Ansatz die Branche. Mit dem "swing up" entwickelt Sedus 2012 gemeinsam mit der TU München ein kinematisches Sitzkonzept mit deutlich mehr Beweglichkeit und passt den Drehstuhl noch mehr dem Menschen an.

2012 wird Sedus als erster Büromöbelhersteller weltweit EMAS III zertifiziert.

Heute gehört Sedus mit seinen acht europäischen Tochterunternehmen in Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Großbritannien, Niederlanden, Belgien und der Schweiz, sowie dem Vertrieb in über 70 weitere Länder mittels Partnerunternehmen zu den großen Büromöbelherstellern in Europa

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